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Historie

Aus den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts ist überliefert, dass das Jagdhorn im Bayreuther Umland hauptsächlich für Leit- und Lenksignale bei Gesellschaftsjagden sowie für Totsignale zu Ehren des erlegten Wildes eingesetzt wurde. Die Überlieferung sagt nichts aus über organisiertes Jagdhornblasen im Raum Bayreuth. 
Das änderte sich in den frühen 50iger Jahren, als einige Bayreuther Jäger sich regelmäßig aus Spaß an der Freud zum gemeinsamen Blasen trafen und ab dem Frühjahr 1954 auch im Jägerverein Bayreuth organisiert waren.

Gründungsmitglieder 1954:
Heinrich Dumproff, Konrad Müller, Christian Schilling, Hans Schultheiß, Rudolf Janda, Walter Müller, Hans Schmidt, Arno Trassl

Das Ergebnis des gemeinsamen Übens war ausreichend für die Jagd, reichte aber den ehrgeizigen Bayreuther Bläsern nicht. Ab 1958, unter der Leitung von Hornmeister Max Meier wurde auf das notengerechte Blasen geachtet. Dies steigerte nicht nur die Qualität der Jagdmusik, sondern auch die Begeisterung und Anzahl der damaligen Jagdhornbläser. Geäußert hat sich dies durch die Teilnahme an den ersten Bläser-Wettbewerben, bei denen 1964 eine Gold- und 1966 eine Silbermedaille errungen wurde

 

 

Mitglieder des siegreichen Bläsercorps 1964:

 

Max Meier;   Hornmeister und musikalischer Leiter
Dieter Bayerlein           Arthur Härtel        Fritz Maisel    Christian Schilling
Hans Bayerlein           Wolf Holzbeierlein    Konrad Müller     Hans Schmidt
Adolf Beck               Rudolf Janda        Walter Müller    Herbert Schott
Heinrich Dumproff           Rudi Köstler        Adam Rieß    Hans Schultheiß
Hermann Früchtel           Robert Luyven    Adolf Rupprecht    Arno Trassl

 

Nach Max Meier übernahm 1967 Rudi Köstler als Hornmeister die Bläsergruppe. Dieser stellte die reine Fürst-Pless Gruppe in ein gemischtes Bläsercorps mit Parforcehörnern um. Ab 1981 übernahm Eddi Seebach zusätzlich als musikalischen Leiter die Verantwortung.
Der altgediente Konzertmeister der Wehrmacht, Leiter der Tanzkapelle Seebach, Leiter der Stadtkapelle Bayreuth und über ein viertel Jahrhundert Leiter der Fanfarenbläser im Festspielhaus übernahm damit die musikalische Regie und Ausbildung des Bläsercorps und führte es in kurzer Zeit zu weiteren Bestleistungen. 
Die Erfolge waren Goldmedaillen auf den Landesbläsertreffen 1984, 1986, 1987, 1988 sowie, herausragend 1985, eine Goldmedaille beim Bundeswettbewerb in Schloss Kranichstein, Darmstadt.

 

Erfolg spornt an und motiviert. So entwickelte sich aus dem B-Bläsercorps auch das Blasen mit Parforcehörnern in Es. Dieses Horn eröffnet ein weites zusätzliches Feld von musikalischen Möglichkeiten  -  von alten Signalen der höfischen Parforcejagden des 18.-Jahrhunderts bis zu konzertanter französischer, böhmischer und deutscher Jagdmusik. Damit gründeten sich die Parforcehornbläser Bayreuth, wobei sich bis heute Bläser in beiden Stilrichtungen und beiden Gruppierungen engagieren.

 

Nach Rudi Köstler übernahm Karl Okelmann das Bläsercorps 1995 als Hornmeister und musikalischer Leiter.

 

Im Jahr 2004 feierten die Bayreuther Jagdhornbläser ihr 50. Gründungs-Jubiläum mit 30 Gast-Bläsergruppen, ca. 400 Bläserinnen und Bläsern vor 1200 Zuhörern im Kurpark Bad Berneck.

 

Erfolg spornt an und motiviert

 

Bläsercorps Bayreuth 2004

 

Karl Okelmann;     Hornmeister und musikalischer Leiter
Roland Blümel        Sigrid Eicke        Wolfgang Steinbrück
Günter Bräunlein        Inge Hacker         Klaus Steininger
Renate Brendel        Holger Lindner         Norbert Vlcek
Richard Denscheilmann    Elisabeth Okelmann     Martin Wolff
Hubertus Lebrecht Eicke    Horst Schmidt

 

In weiteren  Landesbläserwettbewerben errangen die Bayreuther Jagdhornbläser weiter regelmäßig Gold, 2006 in Bad Kötzting, 2008 in Kronach, zuletzt 2010 in Kulmbach.