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Jagdliches Brauchtum  Jagdhornblasen

                                     

Das Jagdhornblasen dient zum einen der unmittelbaren Verständigung und Koordinierung auf Treib- und Drückjagden (z.B. 'Anblasen des Treibens', 'Treiber in den Kessel', Feuer stopfen = 'Hahn in Ruh', u. ä.) und ermöglicht so ein hohes Maß an Sicherheit bei den Gesellschaftsjagden. Zum anderen wird die Tradition gepflegt und am Ende einer solchen Jagd mit den Jagdhörnern 'die Strecke verblasen' (z.B. mit den Totsignalen für die verschiedenen Wildarten).
Neben den reinen Jagdsignalen und Totsignalen steht auch eine große Zahl von Jagdmusik-Stücken zur Verfügung, um beim sog. Schüsseltreiben, aber auch zu Geburtstagen und ähnlich festlichen Anlässen die Jagdhörner erklingen zu lassen.

Zum jagdlichen Brauchtum zählt ganz besonders das Jagdhornblasen mit den
Fürst-Pless-Hörnern in 'b'-Stimmung, wie es auch von 2 der 3 Bläsergruppen im Jägerverein gepflegt wird. Um Jagdhorn zu blasen, muss man nicht unbedingt Jäger sein.

Das Bläsercorps Bayreuth besteht heute aus insgesamt 16 Aktiven, davon 5 Damen.
Als Instrumente werden Fürst Pless- und Parforce-Hörner in 'b'-Stimmung verwendet.

Im Jahr 2004 feierten die Bayreuther Jagdhornbläser im Kurpark Bad Berneck
ihr 50. Gründungs-Jubiläum mit 30 Gast-Bläsergruppen, 400 Bläserinnen und
Bläsern vor 1200 Zuhörern.

Hat mal ein gewisses bläserisches Niveau erreicht, macht es auch Freude, sein Können mit anderen Gruppen zu messen und zu vergleichen. In zahlreichen Landesbläserwettbewerben errangen die Bayreuther Jagdhornbläser regelmäßig Gold, zuletzt am 18. 06. 2006 in Bad Kötzting. Auch die Teilnahme am Bundeswettbewerb der Jagdhornbläser im Schloss Kranichstein bei Darmstadt erbrachte im Jahr 1985 Gold.

 

Auskünfte zu allen Fragen des Jagdhornblasens erteilt:
Hornmeister Karl Okelmann : Tel. 0172 / 8194321 oder 09201 / 1041
,
oder per E-Mail an:
karl.okelmann@okelmann-net.de
Übungsabende: wöchentlich Freitag ab 19:45 Uhr im Jägerheim in der Saas - auch besuchsweise zum Schnuppern.